Der Podhalaner ist zwar eine uralte Regionalrasse, aber seine Karriere als Rassehund ist relativ neu. Die Hirten nahmen es schnell und locker mit dem Aussehen des Hundes. Ihre Hunde sollten Haus, Hof und das Vieh zuverlässig schützen. Sie waren Wächter (Czuvac) und passten zugleich auf die Herde auf. Das bedeutete dass sie fähig sein sollten selbständig zu arbeiten und Fremden gegenüber distanziert. Sie mussten kräftig sein aber auch blitzschnell und vor allem intelligent um es mit Wölfe und Bären aufnehmen zu können. Wegen der Schafe bevorzugte man weiße Hunde.

Erst nach dem ersten Weltkrieg gab es eine Aufspaltung zwischen die verschiedenen weißen Berghunde und entstand eine gezielte Zucht in unterschiedlichen Rassen.

Während dem ersten Weltkrieg suchte auch die polnische Armee nach einsatzfähigen, wetterfesten Diensthunden im Lande und so wurden viele der „Schäferhilfen aus Podhale“ Armeeangehörige. Sie arbeiteten als Melder, Kundschafter, Munitionsträger, Schlittenhund, Diensthunde beim Grenzschutz und Rettungshunde an den reißenden Bergflüssen. In 1937 fand eine Diensthund-Ausstellung statt in Zakopane von diesen Alleskönner und man machte Pläne einen selbständigen Verein für diese Rasse zu stiften.  Ein Rassestandard sollte aufgestellt werden.

Doch mit Beginn des Zweiten Weltkriegs kam ein Ende an diese gerade erst begonnene Initiative. In den Augen der Kriegsgegner galten alle Podhalaner als “Soldaten“. Sie mussten bitter bezahlen, egal ob sie nun in der Armee waren oder in der Familie. Als der Krieg zu Ende war schien es anscheinend auch das Ende dieser uralten Rasse zu sein. Doch der Podhalaner hatte über Jahrtausende das Überleben gelernt.

Es dauerte bis 1954 das Podhalaner wieder da waren auf der Hundeausstellung in Zakopane, ihre Anzahl war 110 und ein neuer Standard für die Zucht würde aufgestellt und neue Zuchtbücher angelegt und ein Verein gegründet. Herr Dr. Derezinski war in dieser Hinsicht von sehr großer Bedeutung für die Podhalaner. Ohne seine Widmung hätte die Rasse sich nicht so entwickelt wie jetzt.

In 1967 wurde der erste Standard vom Internationalen Hundeverband,  Federation Cynologique International (FCI) bestätigt, 1973 wurde die Rasse international anerkannt und seitdem heißen sie offiziell Polski Owczarek Podhalanski.

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